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StMGP: Huml setzt verstärkt auf Integrationsprojekt für Migranten – Bayerns Gesundheitsministerin: Mehr Informationen über Gesundheitsangebote und Prävention

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Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml setzt verstärkt auf das Integrationsprojekt „MiMi“ für Migranten.

Huml betonte am Sonntag: „Mein Ziel ist, dass auch Menschen mit Migrationshintergrund hier bei uns in Bayern hervorragende Gesundheitschancen haben. Aber bislang nehmen Migranten die Dienste und Angebote des Gesundheitswesens noch nicht immer im gewünschten Umfang in Anspruch. Das will ich ändern.“

Die Ministerin ergänzte: „Um noch mehr Migranten zu erreichen und über unsere Gesundheitsangebote zu informieren, werden wir unser erfolgreiches Integrationsprojekt ‚Mit Migranten für Migranten – Interkulturelle Gesundheit in Bayern‘ ausbauen. Demnächst werden wir ‘MiMi‘ an einem neuen Standort in Bayern starten.“

Im Freistaat leben rund zweieinhalb Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Das Bayerische Gesundheitsministerium fördert seit dem Jahr 2008 das Projekt „MiMi“ des Ethno-Medizinischen Zentrums e. V. mit insgesamt 630.000 Euro.

Im Rahmen dieses Projekts werden engagierte Migranten zu interkulturellen Gesundheitsmediatoren geschult. Dabei geht es sowohl um die Angebote des deutschen Gesundheitssystems als auch um relevante Präventionsthemen wie Ernährung und Bewegung, Seelische Gesundheit oder Krebsfrüherkennung. Die ausgebildeten Gesundheitsmediatoren geben das hier gewonnene Wissen in der jeweiligen Muttersprache an ihre Landsleute weiter. Dabei finden die Informationsveranstaltungen immer in den Lebenswelten der Migrantinnen und Migranten statt.

Huml unterstrich: „Dank des großen Engagements von zahlreichen bayerischen Projektpartnern können wir ‚MiMi‘ mittlerweile an neun Standorten in Bayern anbieten. Die Zahlen belegen den Erfolg dieses Projekts: Mehr als 250 Gesundheitsmediatoren haben wir in Bayern bereits ausgebildet. Seit 2008 gab es über 1.130 Informationsveranstaltungen in 50 Sprachen – und 14.000 Migrantinnen und Migranten wurden direkt erreicht.“

„MiMi“ wird derzeit in den Städten Augsburg, Bamberg, Coburg, Ingolstadt, Landshut, München, Nürnberg, Schweinfurt und Würzburg angeboten. In Bamberg findet am Montag (8. Dezember) die Auftaktveranstaltung für die zweite Vollschulung von Migranten statt, die Ende Januar startet.

Huml fügte hinzu: „Wir wollen, dass Gesundheitsversorgung für alle verfügbar ist – unabhängig von Alter, Einkommen und Herkunft.“

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: http://www.stmgp.bayern.de/aufklaerung_vorbeugung/giba/projekte/mimi.htm.

StMGP, Pressemitteilung v. 07.12.2014